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...::: Autor Christian Allner [writing] :::...
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"Schweigen ist Zustimmung. Doch Stille ist langweilig." - Christian Allner -
Eine Kunst ohne ihren Künstler betrachten zu wollen, ist nutzlos, denn jedes Werk ist im Zeichen seiner Zeit entstanden. Was die Rezensionen angeht, möchte ich mich zwar nicht als Künstler bezeichnen - das wäre nicht nur etwas sehr hoch gegriffen -, doch umreißt diese Paraphrase sehr gut, was ich nun vorhabe: Selbstreflexion.
Geboren eines schönen Jahres in einer Region, die später als Sachsen-Anhalt bezeichnet werden sollte, verlebte ich die ersten unbewussten Jahre als Bürger der Deutschen Demokratischen Republik. Dann: Mauerfall, Deutsche Einheit und der lange Weg meines Erwachsenwerden (work in progress ...).
Doch den normalen Lebenslauf möchte ich mir an dieser Stelle aufsparen und vielleicht später einmal einstreuen. Es wäre auch herzlich langweilig - jedenfalls aus meiner Sicht. Ich kenne mich - und euch könnte ich eventuelle Illusionen rauben.
Daher befasse ich mich einfach mit dem, was mich interessiert: Mein erster Kontakt mit Büchern ist untrennbar mit der Science-Fiction verbunden: 1999 war ich als junger Bursche noch Grundschüler und durch meinen Vater bereits als halber SF-Fan erzogen. Und als in jenem Jahr die neue Trilogie des Kriegs der Sterne in die Kinos kam, war ich Feuer und Flamme. Durch eine Zeitungswerbung sah ich auch, dass ein "Roman" zum Film erscheinen sollte. Damals hatte ich - kaum die ersten zehn Lebensjahre hinter mir - noch kein richtiges Konzept davon, aber wollte ihn unbedingt haben. Also ging es am frühen Morgen des ersten Verkaufstages mit dem Rad zum nächsten Supermarkt. In der Bücherecke glänzten mich dann unschuldig diese gebundenen und geleimten Papierseiten an. Wenn ich nur gewusst hätte, was ich damit anrichte!
Ich habe damals fast ein halbes Jahr gebraucht, um den Roman zu lesen - lernten wir in der Schule zu jener Zeit ja selbst noch, wie man die Buchstaben in immer komplexere Wörter verwandelte. Die herbe Enttäuschung kam dann jedoch, als ich nach Lektüre des Romans auch endlich den Film sah. Nicht etwas George Lucas' fragwürdige Regie irritierte mich. Aber im Roman stand so viel mehr als im Film geschah, war so viel mehr beschrieben, waren die Charaktere und ihre Motive so viel stärker ausgearbeitet. Der Roman zeigte mir damals, was er und seine Artgenossen mit mir machen konnte, weswegen er heute noch als liebe Erinnerung in meinem überquillenden Bücherregal steht - direkt neben Isaac Asimovs Stahlhöhlen, einige Bände neben Sven Regeners "Herr Lehmann" und direkt unter Oscar Wildes "Das Bildnis des Dorian Gray".
Passiv und Aktiv
Das fast Unvermeidliche war natürlich, dass ich vom Leser auch schnell zum Autoren werden wollte: Schon immer begeisterte ich mich für fantasievolle Geschichen. In meinen frühen Jugendtagen dachte ich mir eigene Universen und Sagen aus und kupferte in kindlicher Unschuld von den großen Vorbildern ab. Ein kleineren Gruppen wurden daraufhin auch Geschichten erdacht, geschrieben und für gut befunden.
Als ich 2007 mein Abitur hinter mir hatte, dachte ich bei mir, dass es nun keine Ausreden mehr gäbe und ich mich endlich an ein jahrelang vorbereitetes Großprojekt wagen müsse: einen Roman schreiben. Seit einigen Jahren wälzte ich schon den Gedanken, aber schob ihn immer bei Seite. "Bald sind wieder Prüfungen" , "Nein, keine Lust" oder "Mir fällt nichts ein".
Doch nun gab es keine Ausreden mehr. Nur ich und mein Notebook. Nach einem halben Jahr war ich fertig - einem halben Jahren intensiven Schreibens; zu vielen digitalen Seiten und Buchstaben; so vielen Ausdrucken, dass sie schon ganze Schubfächer meines Schreibtisches belegten und ich daran dachte, sie als kostengünstigen Ersatz für den nächsten Tapetenwechsel zu nutzen, und eindeutig zu vielen zu langen Nächten.
Nun, eigentlich war ich fertig mit dem Anfang. Der erste Entwurf des Romans war fertig. Dann ging es ins Stadium der Überarbeitung durch meine Adleraugen (euch sei hier noch einmal Dank ausgesprochen!). Da das normale Leben jedoch unablässig an einem greift und zerrt, musste ich den Fokus zunächst wieder darauf ausrichten, denn zu vieles war in diesem halben Jahr liegen geblieben - allen voran Freundschaften.
Was war, ist und sein wird
Aber der erste Roman ist fertig, der zweite befindet sich im Schreibprozess. Verlage gibt es leider noch keine. Aber warum dann das Ganze? Wieso Romane und unzählige Kurzgeschichten schreiben, wenn sie wohl doch kaum jemand lesen wird? Mehr oder weniger die Kardinalsfrage: Warum überhaupt schreiben? Weil's verdammten Spaß macht!
Inzwischen hat sich, was Veröffentlichungen angeht, etwas getan. Im Frühling 2011 erscheint beim Piepmatz-Verlag die Anthologie "LeseBlüten Fantasy 2011". Bestellen könnt Ihr euer Exemplar hier.
Inspirationen, Zitate und Aphorismen
"Sich selbst zitieren ist der Höhepunkt der Arroganz."
- Christian Allner -
Zitate lassen uns oftmals Dinge in einem anderen Licht betrachten und durch sie erkennen wir plötzlich Zusammenhänge, wo zuvor nur kryptische Botschaften standen oder völliges Chaos herrschte. Oftmals sind es nur wenige Worte, selten mehr als ein prägnanter Satz. Aber gerade diese Knappheit lässt keinen Raum für Ausschmückungen sondern nur für die blanke Wahrheit.
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Was man auf die Literatur anwenden kann:
"Wer ein Theater füllen will, bedient sich der Dramaturgie. Um es zu leeren, genügt Ideologie." (Oliver Hassencamp)
Was man auf Charakterentwicklung anwenden kann:
"Sterben mag ich nicht. Das wäre das Letzte, was ich im Leben täte." (Roberto Benigni)
Was man auf das Schreiben selbst anwenden kann:
"Die meisten Autoren verwenden zu viel Mühe auf die Suche nach einem Verlag und zu wenig Mühe darauf, ein gutes Buch zu schreiben." (Sascha Mamczak)
"Wenn ich dann den Beschluß gefaßt habe, den Roman zu schreiben, erstelle ich detailliertere Pläne der Kapitel, was darin passiert, beschreibe die Figuren und Schauplätze und so weiter. Irgendwann fange ich an zu schreiben - und dann wird alles doch ganz anders [...]" (Andreas Eschbach)
Was man als Lebensweisheit betrachten kann:
"Ich glaube wir sollten uns besser aufteilen" - "Ja, auf die Weise können wir mehr Schaden anrichten" (Ghostbusters I)
"Und lernen wir besser uns freuen, so verlernen wir am besten, andern wehe zu tun und Wehes auszudenken." (Friedrich Nietzsche)
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